Donnerstag, 3. November 2016

Buchempfehlung: Ein Coffee to go in Togo

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Buchempfehlung

Markus Maria Weber   


Ein Coffee to go in Togo        

„Enge Büroräume, Engstirnigkeit von Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, eingenommen von der täglichen Routine und von mir selbst, immer im selben Trott, im selben Rhythmus“, „Flucht aus der Zivilisation“, nennt Markus Maria Weber sein Ausbrechen aus der Routine des Alltags.
Eine ganz simple Frage beschäftigte den Autor: „Trinkt man in Togo Kaffee to go?“ Gibt es das überhaupt in Afrika?

Gibt es Coffee to go in Togo?
Während der alltäglichen Zugfahrt zur Arbeit, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen in engen Kostümen oder steifen Anzügen, im Abteil der 1. Klasse, einen Kaffee trinkend und bereits hier die ersten Mails checkend, begann der stressige Arbeitstag. Und auch sein Arbeitstag als Unternehmensberater war wie jeder andere und wie der seiner Kollegen, die er als „fremdbestimmte fleißig dienende Ameisen“ bezeichnete. Am Kaffeebecher eines Sitznachbarn blieb sein Blick hängen und er fragte sich, ob er wohl wüsste, wie eine Kaffeepflanze aussieht? „Hat der Coffee to go zu der Beschleunigung beigetragen, über die in den letzten Jahren so viele klagen?“ Der Autor begann darüber nachzudenken, ob der Coffee to go vielleicht sogar aus Togo herkommt?

Nach reiflicher Überlegung, aber vielleicht auch „naiv und blauäugig“ setzte Markus Weber nach einer längeren Vorbereitungsreise quer durch Europa seinen Fuß zum ersten Mal auf den afrikanischen Kontinent, mit einem Fahrrad und Zelt. Und so begann die abenteuerliche Reise in das westafrikanische Togo.

Der Donauradweg zum Trainieren
„Mit einem Fahrrad ist man schnell genug, um fremde Länder zu erkunden, und doch langsam genug, um Menschen und Natur zu erleben.“ hatte der Autor in einem Forum gelesen und den Satz für sich zum Anlass genommen, auch so einfach wie möglich zu reisen, ganz im Gegensatz zu seiner gewohnten Fortbewegung im Zug, 1. Klasse oder Taxi.

Einen Monat vor der Abreise war die Ausrüstung eingekauft, die Landkarten und Reiseführer eingepackt. Doch wie repariert man die Fahrradkette? Entsetzt bemerkt Markus Weber, dass er nicht wusste, wie er seine neuen Geräte, Kocher, Wasserfilter, Reparaturset, etc. benutzen sollte, dass er überhaupt nicht vorbereitet war für das Abenteuer Afrika. So brachte ihn ein Dokumentarfilm auf die Idee, zum „Trainieren“ den Donauradweg von der Quelle bis zur Mündung im Schwarzen Meer entlang zu radeln, und dies schildert er im ersten Teil des Buches. Die ersten Abenteuer begannen bereits einige Kilometer hinter seinem Heimatort, wo er sich verfuhr. Und so vergingen die ersten Monate am Donauradweg entlang bis Rumänien und weiter nach Istanbul mit Höhen und Tiefen, nicht nur geographisch, auch die Laune stieg und sank wie die Sonne. 

Über Griechenland, Italien und Spanien nach Marokko
Der Autor machte viele Erfahrungen mit freundlichen Menschen und weniger freundlichen Hunden, am schlimmsten waren die in Rumänien. In der Türkei hat er Frauen mit offenen wehenden Haaren und T-Shirts und junge Männer mit Turnschuhen und bedruckten modernen Hemden gesehen, dem Muezzinruf folgten nur ein paar Männer in die Moschee, die Caféhaus- und Ladenbesitzer gingen ihrer gewohnten Arbeit nach und ließen nicht alles liegen  und stehen, um zum Gebet zu laufen. Diesen lockeren Umgang mit dem Islam hat Markus Weber nicht erwartet.

In Griechenland haben ihn der Raki und dazu noch ein bissiger Hund niedergestreckt, bevor er nach Italien übersetzte, wo ihm Touristen und schmuddeliges Herbstwetter erwarteten. Eine unfreundliche Begegnung mit deutschen Landsleuten auf einem Campingplatz befeuerte die Vorfreude auf Spanien, wo er mit einer Industriefähre in Barcelona landete. Afrikas Abenteuer kamen näher.
Doch zuvor musste Markus Weber einen französischen Landstreicher, künstliche Touristenorte, riesige Plastikfolienfelder unter denen Tomaten für den europäischen Markt mit reichlich Insektiziden behandelt werden und viel Regen ertragen.

Nach 6 Monaten erreicht er im Dezember 2012 Tanger in Marokko und traf auf Landsmann Rudi, mit dem er in Marrakech Weihnachten feierte. Drei Begleiter aus Friesland brachten ihn und Rudi in Bus und LKW durch die Westsahara und Mauretanien, vor unliebsamen Überraschungen verschont, in den Senegal. In St. Louis verabschiedeten sie sich und der Autor setzte seinen Weg mit Rudi fort. Durch Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia, Côte d’Ivoire, Ghana bis Togo führte die Strecke meist an der Küste entlang.
Viele weitere Abenteuer erwarten Markus Weber und seine zeitweiligen Mitfahrer in Westafrika.  Doch dies sollten Sie selbst lesen und entdecken. Viel Vergnügen.

Fazit:
Ein lebendig, in der Ich-Form geschriebenes Buch, so das man glaubt mit dem Autor mitzureisen und zu leiden. Fröhliche Momente wechseln mit tristen ab. Die Kapitel sind nicht zu lang und obwohl der Abenteurer fast jeden Tag Fahrrad fährt, sich in Cafés stärkt, eine Pension oder einen Campingplatz sucht, gibt es kaum langweilige Wiederholungen im Text.
Die Begegnungen mit den Einheimischen in den verschiedenen Ländern sind mehrheitlich lustig, manchmal lästig, manchmal gefährlich und bedrohlich. Auch mit den mitreisenden Radfahrern hat er Glück und freundet sich mit etlichen an. Und natürlich gibt es ein „Happy End“ in Togo mit einem Coffee to go.
Eine schöne Leseempfehlung für alle, die es Markus Weber gleich tun möchten, mit vielen Hinweisen, vor allem sehr empfehlenswert für aufgeschlossene und neugierige Leser , die ein abwechslungsreicher Lesegenuss erwartet. Sehr gut.



Markus Weber
Ein Coffee to go in Togo
Premium-Broschur mit Einbandklappen
Farbtafeln
464 Seiten
1.Auflage September 2016
Euro 12,95 inkl. MwSt.    Buch kaufen


Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nürnberger Initiative für Afrika bewertet AKWABA positiv


NIfA bewertet AKWABA Afrika-Kulturtage 2016 positiv

Bei der gestrigen Versammlung der Nürnberger Initiative für Afrika (NIfA) wurden die Veranstaltungen im Rahmen der AKWABA Afrika-Tage positiv bewertet. Bislang konnten die Besucherzahlen jährlich gesteigert werden, wobei besonders das afrikanische Fußballturnier mit Kinder- und Erwachsenen-Mannschaften immer mehr „Fans“ anzieht.

Verbesserungen sind immer gewünscht und werden in die Planungen für das nächste Jahr miteinbezogen. Passend zu den diesjährigen großen Medienthemen - Flüchtlinge, Waffentransporte, „Kölner Silvesternacht“ - lag der Schwerpunkt auf den Maghrebländern Marokko  - Algerien - Tunesien. Mehrere Veranstaltungen hatten diese Region in ihren Mittelpunkt gestellt. Als besonders positiv wurde die Lesung von Dr. Akli Kebaili aus Frankfurt bewertet, der seine Heimat, die Kabylei in Nordost-Algerien vorstellte und mit einer Diashow unterstrich.

Die Veranstalter bedanken sich bei den Veranstaltungsorten, die ihre Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellten: Caritas-Pirckheimer-Haus, Fenster zur Welt, Kulturladen Zeltner Schloss, Kulturpunkt Erlangen-Bruck, Naturhistorisches Museum und die Villa Leon. Besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern, die die oft aufwendig gestalteten Veranstaltungen organisierten und finanzierten, um auf die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und vor allem menschlichen Situationen in afrikanischen Ländern aufmerksam zu machen.

Im nächsten Jahr wird mit Ostafrika (Äthiopien, Burundi, Djibouti, Eritrea, Kenya, Ruanda, Somalia, Sudan, Tanzania und Uganda) als Schwerpunktregion die „Reise“ auf der Afrika-Karte abgeschlossen.

Zum 10-jährigen Bestehen des AKWABA-Festes 2018 wird ein besonderes Gesamtthema angedacht.

Im nächsten Jahr finden die AKWABA Afrika-Tage mit Schwerpunkt Ostafrika vom 7. bis 23. Juli 2017 statt.

Donnerstag, 25. August 2016

Religionsfreiheit für Christen in Ägypten


Streit um neues Gesetz zum Bau von Kirchen -  Ägypten muss Christen Religionsfreiheit gewähren

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Ägypten aufgefordert, den Bau neuer Kirchen zu liberalisieren und in einem neuen Gesetz zur Errichtung von Gotteshäusern nicht erneut Christen zu diskriminieren. „Wir begrüßen es, dass Ägyptens Behörden den Bau von Kirchen neu regeln und erleichtern wollen. Doch ein solches Gesetz darf keine Mogelpackung sein und nicht erneut mit unrealistischen Auflagen den Bau von  Gotteshäusern erschweren“, erklärte die Menschenrechtsorganisation in einem Schreiben an Ägyptens Staatspräsident Abdel Fattah Al-Sisi.

Kirchenbau ohne Einschränkungen gefordert

Die Koptische Orthodoxe Kirche hatte in den letzten Tagen massive Bedenken gegenüber der geplanten gesetzlichen Neuregelung des Kirchenbaues geäußert. Nachdem die Kirchen anfangs positiv auf die Regierungsinitiative reagiert hatten, mehrten sich im August 2016 die kritischen Stimmen, die den Behörden vorwerfen, mit dem neuen Gesetz die Ausübung der Religionsfreiheit zu erschweren. Mehrere Gesprächsrunden zwischen Kirchenvertretern und der Regierung, in denen man sich um eine Klärung der Vorbehalte bemühte, verliefen in den letzten zwei Wochen ergebnislos.

Gesetzentwurf ermöglicht Behördenwillkür

Grundsätzlich begrüßen die christlichen Kirchen die Gesetzesinitiative des Staates Ägypten. Ihre Kritik entzündet sich jedoch an immer neuen Einschränkungen und behördlichen Auflagen im Genehmigungsverfahren, die nachträglich in den Gesetzentwurf aufgenommen wurden. Scharfe Kritik äußern sie zum Beispiel an der Auflage, dass der Grundriss der Kirche proportional der Zahl der Gläubigen in dem Stadtviertel oder Dorf entsprechen muss. „Diese Regelung ist umständlich und angesichts mangelnder Melderegister und demographischer Statistiken kaum praktikabel. Auch öffnet sie der Willkür von Behörden Tür und Tor“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Einwände der Kirchen gibt es gegen neue sehr unbestimmt formulierte Auflagen, die Sicherheitsbehörden müssten auch an dem Genehmigungsverfahren beteiligt werden. „Alle diese einschränkenden Bestimmungen werden nicht zu mehr Klarheit und einer Beschleunigung der Erteilung von Baugenehmigungen führen, sondern machen das Genehmigungsverfahren sehr intransparent“, sagte Delius.

Rund 9 Millionen Christen in Ägypten

Der Gesetzentwurf umfasst acht Artikel und soll einschränkende Bestimmungen ersetzen, die im Jahr 1934 vom Innenministerium erlassen wurden. Nach dem Willen des Parlaments soll das Gesetz bis Ende September 2016 beraten und beschlossen sein. Artikel 235 der neuen Verfassung Ägyptens aus dem Jahr 2014 versprach eine gesetzliche Neuregelung des Baues von Gotteshäusern.

In Ägypten gibt es rund 9 Millionen Christen und 2.600 Kirchen. So steht 5.500 Christen jeweils eine Kirche zur Verfügung, während für 620 Muslime jeweils eine Moschee bereitsteht.

Weitere Informationen gibt Ulrich Delius: Tel. 0160/95671403


Styria
Lesen Sie dazu das neue Buch von Hans-Joachim Löwer „Mit Feuer und Schwert“ über die aktuelle Bedrohung von Christen, Jesiden und auch Muslime durch den IS.


Hans-Joachim Löwer
Mit Feuer und Schwert
256 Seiten mit Bildern
Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 14,5 x 21,5 cm
1.Auflage 2016
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Montag, 18. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika-Tage in Nürnberg: Afrikas Zukunft ist weiblich

Frauenpower
AKWABA 8.Afrika-Tage in Nürnberg: Afrikas Zukunft ist weiblich


Die Powerfrauen Afrikas nehmen die Herausforderungen an. Dazu finden während der laufenden Afrika-Tage in Nürnberg zwei Veranstaltungen am kommenden Mittwoch (20.7.) und Freitag (22.7.) statt.
Afrikanische Frauen sind wesentlich und sehr aktiv an der Gestaltung von Politik, Wirtschaft und Kultur auf unserem Nachbarkontinent beteiligt. Immer mehr Jugendbewegungen und Bürger nehmen an Demonstrationen teil, die auch etwas bewirken und verändern. Als Beispiel sei hier der weitgehend ruhige Machtwechsel im westafrikanischen Burkina Faso (Obervolta) genannt. In Zukunft werden noch viel mehr Frauen eine aktive Rolle in den Volkswirtschaften südlich der Sahara einnehmen, bis 2026 werden es 224 Millionen sein.

„Frauenpower - Afrikas Powerfrauen nehmen die Herausforderung an“

Im Rahmen der AKWABA 8. Afrika-Tage findet dazu am Mittwoch, 20. Juli, im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg die Veranstaltung „Frauenpower - Afrikas Powerfrauen nehmen die Herausforderung an“ statt.
Frauen aus Äthiopien, Kamerun, Kenia und Lesotho belegen die statistischen Zahlen mit „lebenden“ Beispielen. Länder mit Staatspräsidentinnen, überwiegend weiblichen Parlamentsabgeordneten, Friedensnobelpreisträgerinnen, Literaturnobelpreisträgerinnen, weitere Powerfrauen und ihre Tätigkeiten werden vorgestellt, etliche davon sind in Deutschland weitgehend unbekannt. Trotz sozialer, politischer und wirtschaftlicher Hindernisse helfen Afrikas Powerfrauen unermüdlich ihren Landsleuten, besonders den Familien und Kindern und damit auch dem ganzen Land, in dem sie leben. Sie sind die Bewahrerinnen der Traditionen, die sie an die nächste Generation weitergeben. „Erziehst Du einen Jungen, erziehst Du einen Mann. Erziehst Du aber ein Mädchen, erziehst Du eine ganze Nation“, sagt Dr. Sipho Moyo in einem Beitrag über Afrikas weibliche Zukunft der internationalen Lobby- und Kampagnenorganisation ONE.

„As I Open My Eyes“ - Kinopremiere in Nürnberg

Der zweite Beitrag zu afrikanischer Frauenpower ist die Premiere des Kinofilms „As I open my eyes“ (Kaum öffne ich meine Augen) der tunesischen Regisseurin Leyla Bouzid, der am Freitag auf dem Erfahrungsfeld der Sinne gezeigt wird (Open Air-Kino).

Kinopremiere "As I Open My Eyes"
Die lebenslustige Farah hat gerade die Schule beendet und singt in einer Rockband. Sie träumt davon, professionelle Musikerin zu werden, ihre Eltern sähen sie lieber als Medizinstudentin. Proberäume und Auftritte jedoch sind rar und die immer gesellschaftskritischer werdenden Liedtexte der jungen Leute erregen die Aufmerksamkeit des Geheimdienstes. Farah aber ist verliebt und fühlt sich unverwundbar – sie singt in Kneipen, genießt das Nachtleben von Tunis, während ihre Mutter Hayet sie am liebsten einsperren würde. Es ist Sommer 2010, die Spannungen im Land sind spürbar, und Farah wird unerwartet mit den Folgen ihrer Musik konfrontiert...

Die Pressestimmen sind positiv und begeisternd: „Das vibrierende Porträt einer jungen Frau, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft, abhebt und auf den Boden der Realität fällt. Ein explosiver Film.“ Walter Ruggle.
"Die Konzertszenen sind die schönsten des Films: Farah schreit ihre Leidenschaft und ihren Lebenshunger in ihr Publikum - und über die Leinwand hinaus in den Kinosaal." Tages-Anzeiger
„Der Film steckt voller Elan einer Generation, die den arabischen Frühling erfahren musste und dass alles seine Zeit braucht und mehr Geduld, als Jugendliche aufbringen mögen.“ students
„Porträt einer jungen Frau in Tunis, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft. Der Erstlingsfilm von Leyla Bouzid ist berührend, explosiv und aufklärend.“ Der andere Film

Originaltitel : À PEINE J’OUVRE LES YEUX, Tunesien/Frankreich/Belgien 2015, 102 Min., DCP, FSK: ab 12, arab. OmU, Regie: Leyla Bouzid, mit: Baya Medhaffer, Ghalia Benali, Montassar Ayari, Aymen Omrani u.a.

Kommen Sie und erfahren Sie mehr über Afrikas Zukunft mit engagierter Frauenpower.


Afrikas Frauen nehmen die Herausforderung an - Vortrag und Diskussion
Wann: Mittwoch, 20. Juli 2016
Uhrzeit: 19 - 21 Uhr
Ort der Veranstaltung: Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) Königstr. 64 - unweit des Nürnberger Hauptbahnhofs

As I Open My Eyes - Premiere in Nürnberg   Open-Air-Vorstellung  
Wann: Freitag, 22.Juli.2016
Uhrzeit: um 21.30 Uhr
Ort der Veranstaltung: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne an der Wöhrder Wiese (U2/21, U3), Nürnberg


Montag, 4. Juli 2016

AKWABA 8.Afrika-Tage in Nürnberg : Schwerpunktregion Maghrebländer Algerien - Marokko - Tunesien

Am Wochenende beginnen die 8. AKWABA-Afrika-Kulturtage in Nürnberg und dieses Jahr auch in Erlangen. Schwerpunktregion sind die Maghrebländer Algerien – Marokko – Tunesien.
Die AKWABA Afrika-Tage beschäftigen sich mit Themen aus Kultur, Wirtschaft, Politik, es gibt Diskussionen, Lesungen, Bildvorträge, Musik, Spiel und Spaß. 



Als Teilnehmer und Aussteller möchte ich folgende Veranstaltungen besonders hervorheben:

Gäste & Buch
Vorabveranstaltung am Donnerstag, 07.07.2016 im Künstlerhaus ist der Beitrag zu den beliebten Mittagslesungen Gäste & Buch. Bei freiem Eintritt und einer Tasse Kaffee oder Tee dürfen Sie sich entspannt zurücklehnen und der Präsentation des  Tuareg-Romans „Azahru - wer den Weg verliert“ von Richard Mackenrodt lauschen, den  Frau Birgit Agada vorstellt.
Wann: Donnerstag, 07.07.2016
Uhrzeit: 14 - 14:45 Uhr
Ort der Veranstaltung: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, ehemals K4,  Hinterzimmer
Königstr. 93 (Tourist Office), 90402 Nürnberg gegenüber des Nürnberger Hauptbahnhofs 

Präsentation der Gruppen
Am Sonntag, 10.07.2016, dem Tag der Präsentation der Gruppen, stellen sich alle Vereine, Gruppen und Einzelpersonen, die einen Beitrag zu Afrika bzw. Nordafrika leisten, auf dem Erfahrungsfeld der Sinne an der Wöhrder Wiese in Nürnberg vor. Von 9-17 Uhr können sich die Kinder an den Spielgeräten ausprobieren und die Erwachsenen an den Zelten und Ständen mit den Ausstellern unterhalten und die eine oder andere Spezialität probieren. Das bunte Fest endet so rechtzeitig, dass alle Fußballfans das Endspiel anschauen können.
Wann: Sonntag, 10.07.2016
Uhrzeit: 10 – 17.00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne an der Wöhrder Wiese (U2/21), Nürnberg

Lesung
Ein besonderer Höhepunkt für alle Algerier wird die Lesung am Donnerstag, 14.07.2016 mit Herrn Dr. Akli Kebaili aus Frankfurt werden. Er liest aus seinem Buch „Ein Stück Kabylei in Deutschland“ und gibt in einer Bildershow einen Einblick in seine Heimatregion Kabylei. Danach präsentiert er seinen Roman „Imeṭṭi n Bab Idurar“  (Die Tränen eines Riesens). Anschließend gibt es die Gelegenheit sich mit dem Autor zu unterhalten.
Wann: Donnerstag, 14.07.2016
Uhrzeit: 19 – 21 Uhr
Ort der Veranstaltung: Naturhistorisches Museum(U2/21 Wöhrder Wiese), Nürnberg

Afrikanischer Kunstsalon in Erlangen
 Die Schönheit des Maghreb in Wort, Bild und Tanz -
Die großartige Verschiedenheit der nordafrikanischen Länder Tunesien, Algerien und Marokko werden an diesem Abend präsentiert. Zu Beginn führt Frau Camara durch die Fotoausstellung "Mes Silence du Maghreb" mit Bildern von Porträts und Alltags-Dokumentation aus Tunesien und Marokko. Birgit Agada präsentiert in dem Bildvortrag „Tajine - Slowfood aus Marokko“ das typische Kochgeschirr aus dem Land des Sonnenuntergangs. Mit Tänzen aus  Marokko leitet Monika Adele Camara über zur Lesung "Sprichwörter und Gedanken aus Tunesien, Marokko, Algerien". Danach zeigt Frau Camara einen Tanz aus Tunesien. Weiterer Höhepunkt des Abends ist die Bildershow „Algerien und Sahara“ von Amma und Birgit Agada, mit Eindrücken vom größten Land Afrikas. Mit Rai, der populären Musik aus Algerien lädt Monika Adele Camara abschließend auch das Publikum zum Tanz ein.
Gelegenheit zum Austausch bei nordafrikanischen Snacks und Wein aus Algerien bietet sich bei schönem Wetter im Garten.
Wann: Donnerstag, 21.07.2016
Uhrzeit: 18 – 22 Uhr
Ort der Veranstaltung: ERLANGENKulturpunkt Bruck, Fröbelstr. 6, 91058 Erlangen Bruck (S1 Paul Gossenstr oder Bus 284,294 Langfeldstr)

Ausführliche Informationen finden Sie hier im Programmheft.

Wir freuen uns auf Sie und laden Sie herzlich ein dabei zu sein bei den 8. AKWABA-Afrika Tagen mit Hauptthema MAGHREB.

Freitag, 8. April 2016

Töpferworkshop: Tajine aus Marokko


Töpferworkshop: Tajine aus Marokko

Wann? 15.04.2016 18:00 Uhr bis 16.04.2016 17:00 Uhr

Wo? Kulturpunkt Bruck, Fröbelstraße 6, 91058 Erlangen DE

Tajine aus Algerien und Marokko, B.Agada
Tajine aus Algerien und Marokko, B.Agada
Kulturpunkt Bruck | Das traditionelle Berber-Kochgeschirr findet auch hierzulande immer mehr Liebhaber und mit dem selbstgetöpferten Tajine zu kochen ist ein Erlebnis. Diese Variante des langsamen Garens im Schmortopf mit dem pyramidenförmigen Deckel verleiht dem Gemüse einen besonderen Geschmack.

Probieren Sie es aus und töpfern Sie ihre eigene Tajine am nächsten Wochenende in Erlangen-Bruck. Es sind nur noch wenige Plätze frei, bitte schnell anmelden.



Töpferworkshop mit Karin Fey und dem Thema „Tajine aus Marokko“.
Ist die selbstgetöpferte Tajine gut gelungen, steht dem Kochen eines Tajine-Gerichts nichts mehr im Wege.
Freitag, 15. April 18 - 21 Uhr und
Samstag, 16. April 09 - 17 Uhr

Anmeldung bis nächsten Mittwoch möglich.

Kulturpunkt Bruck
Fröbelstr. 6
91058 Erlangen
Telefon: 09131 / 30 36 64
Fax: 09131 / 71 01 59
E-Mail: kulturpunkt@stadt.erlangen.de
www.kulturpunkt-bruck.de

Donnerstag, 3. März 2016

AKWABA - Afrika Tage in Nürnberg

AKWABA-Willkommen
AKWABA - Afrika Tage (1)  NIfA

Zum 8. Mal finden in diesem Jahr die Afrika Tage in Nürnberg statt. Am 10. Juli begrüßen die Mitglieder der Nürnberger Initiative für Afrika (NJfA) mit einem herzlichen Akwaba, d.h. Willkommen, die Besucher auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und stellen ihre Aktivitäten auf der Wöhrder Wiese vor.

Was verbirgt sich hinter NIfA?
Die NIfA ist ein Netzwerk von Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen, Afrikaner, Deutsch-Afrikaner oder Afrika-Deutsche und Deutsche, die sich für Afrika engagieren und unseren Nachbarkontinent abseits der Klischees vorstellen. Dies tun sie hauptsächlich während der AKWABA - Afrika Tage, die jedes Jahr im Juli stattfinden. Aber auch während des Jahres ist das Netzwerk aktiv in der Bildungsarbeit mit Informationsveranstaltungen in Schulen, Kindergärten, der Jugendarbeit und Einrichtungen der Erwachsenenbildung, mit Diskussionen über Menschenrechte, Entwicklungspolitik, aktuelle Themen, die mit Afrika zu tun haben und mit vielfältigen kulturellen Veranstaltungen wie den Afrikanischen Kinowelten, Lesungen mit Schriftstellern afrikanischer Herkunft, Kunst, Musik und Tanz.

NIfA ist eine Plattform der Begegnung, die Möglichkeiten zum Dialog bietet. Dabei sollen Vorurteile abgebaut und Stereotype hinterfragt, sowie zu einem besseren Verständnis von Afrika und seinen Menschen und Kulturen beigetragen werden.

Die Mitglieder kommen u.a. aus: Algerien, Angola, Äthiopien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste), DR Kongo, Gambia, Guinea, Kamerun, Kenia, Lesotho, Liberia, Mali, Mozambique, Namibia, Nigeria, Republik Kongo, Senegal, Somalia, Südafrika, Togo, Uganda und Zimbabwe und leben in der Metropolregion.
2011 wurde die jährliche Veranstaltung Akwaba mit dem 3. Platz des Mittelfränkischen Integrationspreises ausgezeichnet.

Akwaba - Willkommen
Die AKWABA – Afrika Tage in Nürnberg finden dieses Jahr vom 8. bis 23. Juli 2016 statt. Höhepunkte sind dabei die oben beschriebene Präsentation der Gruppen am Sonntag, den 10. Juli von 10 bis 17 Uhr, das Fußballturnier am Samstag, 16. Juli oder das Abschlussfest am Samstag, 23. Juli. Im Vordergrund stehen aktuelle, kulturelle, wirtschaftliche und politische Themen. Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen, Afrikanisches Kino laden ein, sich ein neues Bild über die afrikanischen Länder zu machen.
AKWABA wird von mehr als 30 verschiedenen Gruppen und Vereinen getragen. Aktiv beteiligt sind in Nürnberg und der Region lebende Afrikanerinnen, Afrikaner und Deutsche, sowie verschiedene städtische, kirchliche und nicht-staatliche Institutionen. Sie alle setzen sich in jeweils eigener Weise für Afrika ein.

Schwerpunkt 2016 Nordafrika
Derzeit sind die Maghrebländer Algerien, Marokko und Tunesien in den Medien präsent, über die Menschen und ihre Kulturen wird wenig berichtet. Nachdem in den letzten Jahren das südliche Afrika und Westafrika näher vorgestellt wurden, wird heuer Nordafrika die Schwerpunktregion sein.

Afrika im Kulturpunkt Erlangen-Bruck
Zum ersten Mal in diesem Jahr werden auch in Erlangen, im Kulturpunkt Bruck, Veranstaltungen zu AKWABA stattfinden, wie der Kunstsalon Nordafrika am Donnerstag, 21. Juli.
Zum Kontinent Afrika wird im Fernweh-Forum im April eine Diashow gezeigt und ebenfalls im April findet der Töpferworkshop statt.
Nähere Informationen dazu und zum weiteren Programm werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.

Weitere Informationen zu NIfA finden Sie hier.

B.Agada

Mittwoch, 20. Januar 2016

360° Afrika - das neue Magazin

Medien Mettmann

360° Afrika: Das neue Magazin über den Kontinent der Vielfalt  

Aller guten Dinge sind vier! Pünktlich zum Jahreswechsel ist der Verlag 360° medien mettmann mit dem neuen Magazin 360° Afrika gestartet. Nach 360° Neuseeland (2008), 360° Kanada (2010) und 360° Australien (2013) ist die Erstausgabe ab sofort über eine Vielzahl von Verkaufsstellen in Deutschland - insbesondere an Bahnhöfen und Flughäfen - sowie im Verlag erhältlich.
Des Weiteren wird 360° Afrika auch als Abonnement (vier Ausgaben pro Jahr) angeboten.

Verleger Andreas Walter: „360° Afrika wird unseren Nachbarkontinent ab sofort in der in unseren
Magazinen bewährten Rundum-Perspektive regelmäßig unter die Lupe nehmen. Auf etwa 80 Seiten werden die Rubriken Reise, Natur und Gesellschaft bedient. Die besonders beliebten Reiseregionen des Kontinents, das südliche und das östliche Afrika, werden einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt bei der redaktionellen Ausrichtung von 360° Afrika einnehmen.“

Warum Afrika? Die verantwortliche Redakteurin für 360° Afrika Marit Arnold bringt es auf den
Punkt: „Afrika ist der Kontinent der Vielfalt, der unterschiedlichsten Menschen und Kulturen, der
beeindruckenden Tiere und fremdartigen Pflanzen, der atemberaubenden Landschaften und
pulsierenden Metropolen. Die meisten Menschen, die Afrika einmal erlebt haben, lässt es so
schnell nicht wieder los, so geht es auch mir."

In der Erstausgabe des Magazins 360° Afrika erwartet die Leser ein Themen-Mix aus verschiedenen Ländern: Südafrika, Namibia, Kenia, Uganda, Kongo, Ruanda, Benin, Marokko und Tunesien.

Auszug aus dem Inhalt:
Kenia - Schildkröten, alte Ruinen und Traumstrände – Eine Reise an die Nordküste Kenias
Weiße, palmengesäumte Strände, Mangrovenwälder und Ruinenstädte erwarten den Besucher von der Turtle Bay in Watamu bis zum Bamburi Beach bei Mombasa.  

Benin - Mein Name ist Jovo: Mit einer Hilfsorganisation quer durch Benin
Für viele Menschen sind herkömmliche Brillen zu teuer. Der Verein EinDollarBrille will Abhilfe schaffen und hat eine besonders günstige Brille entwickelt. Mit Kampagnen wird die Idee in die Welt getragen, vor allem auch nach Afrika.  

Namibia - Auf deutschen Spuren durch Namibia
Am 9. Juli 1915, vor rund 100 Jahren, ging eine kurze Episode deutscher Kolonialherrschaft im damaligen Südwestafrika zu Ende. Ein Wimpernschlag in der Geschichte – dennoch haben diese
31 Jahre bis heute tiefe Spuren hinterlassen.  

Südafrika - Johannesburg – Stadt der guten Hoffnung
Johannesburg versank bis vor wenigen Jahren in Chaos, Kriminalität und Verfall, war ein No-Go für Touristen. Nun erkämpft sich Südafrikas größte Stadt Stück für Stück Ordnung und Ansehen zurück.  


Über die 360° medien gbr mettmann
Die 360° medien gbr mettmann gibt seit 2008 das quartalsweise erscheinende Printmagazin
360° Neuseeland, seit 2010 das Magazin 360° Kanada und seit 2013 das dritte Destinationsmagazin 360° Australien heraus. Die Magazine umfassen rund 80 Seiten pro Ausgabe, sind im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich.
Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung vor acht Jahren als feste Größe im Segment der
Destinations-Magazine erfolgreich etabliert.
Zur Frankfurter Buchmesse 2013 startete die 360° medien gbr mettmann mit den ersten
Buchpublikationen insbesondere mit Themen zu den Destinationen Australien, Neuseeland und
Kanada. Mittlerweile sind elf Titel eingeführt worden, weiter Bücher sind in der Planung.

Weitere Informationen zum gesamten Verlagsprogramm auf http://360grad-medienshop.de/


Donnerstag, 7. Januar 2016

Südafrika - Der Kinofilm

Das Abenteuer beginnt am 25.02. in über 300 Kinos.

„Einmal nach Südafrika bitte“ - schon beim Kauf der Kinokarte kommt Reiselust auf. Also rein in den Kinosessel, um eine aufregende filmische Reise durch das südliche Afrika zu erleben. Ab Februar präsentieren die unabhängigen Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg ihre packende Reisereportage persönlich in Deutschlands Kinos. Auf großer Leinwand werden die Aufnahmen zum Gänsehauterlebnis!



















Für ihren Film sind Silke Schranz und Christian Wüstenberg im Wohnmobil kreuz und quer durch Südafrika, Swaziland und Lesotho gereist. Auf dem 10.000 Kilometer langen Weg von Kapstadt bis nach Johannesburg haben sie jeden Tag während der zweimonatigen Reise dokumentiert. Elefantenbullen kämpfen um einen Platz am Wasserloch, eine riesige Wasserbüffelherde stampft staubend an den Kameras vorbei und Giraffen kümmern sich rührend um ihren Nachwuchs. Natürlich tauchen die Filmemacher auch in die unterschiedlichen südafrikanischen Kulturen ein. Sie begleiten Township-Bewohner durch die engen Wellblechgassen. Auf den Spuren Nelson Mandelas werden sie auf dem Pausenhof seiner ehemaligen Grundschule von Schülern umringt und ein stolzer Zulufarmer öffnet die Tür zu seinem traditionellen Rundhaus.

Es ist der besondere Blickwinkel, der diese Reisedokumentation ausmacht. Bewegende Begegnungen mit Südafrikanern wechseln sich ab mit bombastischen Landschaftsbildern und unfassbar nahen Tierbeobachtungen. Dazu geben die Filmemacher unzählige Reisetipps für Südafrika-Liebhaber. Mit Leichtigkeit und mit Humor bringt dieser Film dem Zuschauer dieses so vielfältige, bunte und auch komplizierte Land spielend näher und macht große Lust, es einmal selbst zu entdecken.
Die Filmemacher sind ab Anfang Februar auf Kinotour durch ganz Deutschland unterwegs. Sie präsentieren ihren Film persönlich und stehen für die Fragen der Zuschauer zur Verfügung. Eine Warnung sei an dieser Stelle allerdings ausgesprochen: Es kann sein, dass Sie im Kino spontan akutes Fernweh bekommen. Alle Infos zum Film auf www.suedafrikafilm.de  und auf www.facebook.com/suedafrikafilm  gibt es aktuelle Infos zu der Kinotour der Filmemacher.




Trailer, Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Comfilm - Die Fernwehmacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg.

Freitag, 24. Juli 2015

AKWABA 2015 - Afrikanischer Kunstsalon

Zur Halbzeit der diesjährigen 7. AKWABA -  Afrika Tage in Nürnberg, die unter dem übergreifenden Thema „Westafrika“ stehen,  luden Monika Adele Camara, Leiterin des Africuko-Instituts in Nürnberg, und ihr Team zu einem Afrikanischen Kunstsalon ein. Höhepunkt des Themenabends im Naturhistorischen Museum war die Präsentation der Afrikanischen Webkunst als szenische Tanzaufführung zu passend ausgesuchter Musik.


Monika Camara, Leiterin AFRICUKO-Institut

Zur Einführung in das Thema Afrikanische Webkunst wurden ein Film über Bogolan gezeigt und ein Vortrag über Westafrikanische Textilien gehalten. Am Nachmittag nutzen Kinder die Gelegenheit zu weben. Der Webrahmen wurde von ihnen selbst aus kleinen Ästen und Zweigen hergestellt, mit Raphiabast umwickelt und danach ein breites goldfarbenes Band eingewoben. Die Ergebnisse fanden ihren Platz in der Ausstellung. Seltene Ausstellungsstücke von Boubous aus Nigeria, Handarbeiten aus Raphiabast und Stoffraritäten bezeugen die Vielfalt der westafrikanischen Handwerkskunst.


Handarbeit aus Raphiabast

Stoffgeschichten aus Segou

Sehr interessant war der Film über die Herstellung von Bogolanstoffen in Mali. Die geschäftige Stadt Segou am Nigerfluss zog schon immer Händler und Handwerker an und ist für seine Tonwaren berühmt.
Bogolan
Die Technik der Bogolanherstellung entsprang dem Zufall. Der Legende nach erlegte ein Jäger ein Tier und legte es auf seine Schultern. Nach Hause zurückgekehrt wollte seine Frau das lehmbeschmierte Hemd waschen, doch die Farbe blieb auf dem Baumwollstoff haften und das Tier hinterließ auf dem vorher gelben Hemd ein dunkles Muster. So entstand der erste Bogolan, das Tuch aus Schlamm, wie Bogolan auf Bambara übersetzt heißt. Bogolanstoff besteht aus hellen und dunklen Brauntönen, mit schwarzen und weißen Mustern. Die Frau malte die Muster ab und zeigte sie ihren Freundinnen. Sie begannen die von den Männern gewebten Stoffstreifen zu färben und weiter zu verarbeiten. Später wurden teilweise Schablonen eingesetzt, um die Muster zu aufzutragen, was die Arbeitszeit gegenüber den mit der Hand gemalten Mustern erheblich verkürzt.
Seit 1995 gibt es Frauenkooperativen zur Bogolanherstellung, heute arbeiten mehrere Ateliers zusammen und einige von ihnen präsentierten ihre Stoffe bei Ausstellungen in Köln oder Paris. Einige Ateliers beschäftigen bis zu 20 Mitarbeiter, um gegen die Arbeitslosigkeit anzukämpfen. Durch den Erfolg konnten zwei Geschäfte eröffnet und die Mitarbeiterzahl auf 50 erhöht werden.
Dank des innerafrikanischen Tourismus ist Bogolan wieder verstärkt gefragt und auch ausländische Touristen kaufen, besonders zum Musikfestival du Niger, Jacken, Hosen, Duftkissen, Tischdecken oder Wandbilder aus Bogolan.




Kente
Fadarong
Indigo



















Traditionelle Stoffe aus Westafrika

Daniel Kennedy Asante aus Ghana hielt einen sehr aufschlussreichen Vortrag über Farben, Muster und Vielzahl traditioneller Stoffe aus Westafrika. Dabei betonte er, dass für ihn der Webstuhl, ob er nun in Ghana oder in anderen Ländern Afrikas steht, an sich schon ein Kunstwerk ist und es ihm ein Anliegen ist, das Wissen der Handwerker und Künstler über die Stoffe und ihre Herstellung an die Jugend weiterzugeben.
Ursprünglich stammt Kente aus Ghana und Togo. Diese in Streifen gewebten Baumwollstoffe werden aneinandergenäht. Djerma und Haussa in Niger und Nigeria stellen 10 bis 20 cm breite Baumwollstreifen her, Khasa (Fulani) aus Mali schwere Decken. Von den Senufo aus Côte d’Ivoire kommen Korhogo-Stoffe, die Muster in Stempeltechnik zeigen.
Indigostoffe und Batiken sind allgemein in Westafrika verbreitet. Indigo geht auf die Farbe Blau zurück und die Muster werden mit der Batiktechnik in den Stoff gefärbt. Diese Art brachten die Holländer und Engländer im 19. Jahrhundert aus ihren Kolonien Indonesien („Java Wax Print“) und Indien nach Westafrika. Hier entwickelten die Handwerker ihre eigenen Farbkombinationen und Muster, die teilweise Botschaften tragen.
Kente ist ein Wort der Akansprache und heißt Korb, da das Herstellen an Korbflechterei erinnert.
Die Ewe haben das Kenten erfunden und es den Ashanti gezeigt, wobei die Ashanti dasselbe von sich behaupten. Der Legende nach hat ein Jäger im Wald beobachtet wie Spinnen ihr Netz weben und dies zum Vorbild genommen. Es gibt 400 Muster und alle 12 Grundfarben haben eine Bedeutung. Blau des Himmels steht für Harmonie, Glück und Liebe, Grün für die Pflanzen, Wachstum und Gesundheit, das Silber des Mondes für Ruhe, Reinheit und Freude und Rotbraun oder Weinrot für die Muttererde, Heilung und Schutz vor allem Bösen, um nur einige zu nennen. Die Herstellung von Kentestoff wird heute an Studenten vermittelt, so dass das alte Wissen nicht weiter verloren geht.
Eine weitere Textilart ist Adinkra aus Ghana, der Stoff, der kommuniziert. Gewebte Baumwollstreifen werden aneinandergenäht und mit Stempeln in Drucktechnik kleine Muster aufgebracht, die Mitteilungen enthalten.


Tanzperformance

Tanzperformance mit Bogolan, Kente und Indigo

Höhepunkt war am Abend die Tanzperformance unter dem Feigenbaum im Atrium des Museums.  Monika Adele Camara, Kuratorin der Veranstaltung, und ihre Freunde trugen Kleider aus Bogolan, Fadarong, Kente und Indigo und präsentierten diese zu jeweils passender westafrikanischer Musik. Der König, würdig von Daniel Kennedy Asante dargestellt,  schlang gekonnt den 12 Meter langen Kentestoff um seinen Körper und schritt zum „goldfarbenen Thronsessel“. Sein „Volk“ verneigte sich vor ihm und sogar das Wetter huldigte dem König, denn nach etlichen Gewitterschauern, blieb es am Abend ruhig und angenehm warm.

Tina zeigt Batik
Monika zeigt Indigo
     



















König im Kenteornat


Nur schade, dass dieser gelungene und schöne Abend so wenig Zuschauer anzog. Es ist zu hoffen, dass nächstes Jahr dieser attraktive Programmpunkt der Akwaba-Wochen mehr Interessenten findet.


© Bilder und Text: Birgit Agada